Besuch vom BarCamp Graz 2011

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Die Sonden wurden dieses Mal auf dem BarCamp Graz 2011 ausgestreckt. Ein guter Ort um sich rund um Wissensmanagement, Internet und digitale Gesellschaft zu informieren und weiter zu bilden.

Wie bei Unkonferenzen wie dem BarCamp üblich, konnten schon im vorhinein Session-Wünsche abgegeben werden. Nichts näher liegendes für mich also, als nach “Open Science: Software, Methodiken, Probleme und Status Quo” anzufragen.

Die Zusage ließ nicht lange auf sich warten, Peter Kraker antwortete bereits einen Tag später. Er betreibt den Blog Science and the Web 2.0 und ist Mitglied beim Wissensmanagement Forum Graz, den OrganisatorInnen vom BarCamp Graz 2011. Thematisch beschäftigt er sich hauptsächlich mit Wissenschaft im Web 2.0 und der Lehre mittels moderner Technologien (Technology Enhanced Learning).

Wie sieht so ein BarCamp aus?

Diese Frage war für mich sehr spannend, hatte ja schon bei einem mit organisiert (Open BarCamp Salzkammergut April 2011), aber noch nie eines besucht.

DSC_0289
Urheber: FlickR Stream websciencegraz, All rights reserved

Zuerst gab es eine schnelle Vorstellungsrunde der ungefähr 100 Gäste, wo alle
a) ihren Namen,
b) ihre Sessionangebote und Anfragen zu Sessions und
c) die individuellen Interessen in Form von Hashtags (max. 3) angaben.

Meine Hashtags waren #OpenScience, #GeoTechnologies und #FreeMedia. Dann wurde der erste Tag geplant und die Open Science Session fiel gleich in den ersten Slot. Noch kurz das bereits zweite Frühstück verzehrt (danke Ginko und OrganisatorInnen für das tolle Buffet!) und los gings.

Open Science Session von Peter Kraker

Um die 20 Personen versammelten sich im “WissensCamp”-Raum und hörten zuerst allgemeine Informationen zum BarCamp Konzept.

Danach wurde auf die heutigen Herausforderungen bezüglich Wissensmanagement in den Wissenschaften eingegangen. Hierzu zählt mitunter die exponentiell ansteigende Zahl der Publikationen und WissenschaftlerInnen in den letzten 400 Jahren und der dadurch entstehende “Barnaby Rich Effekt”.

Es sind immer die anderen Autoren, die zu viel publizieren und die Literatur verschmutzen, überfluten und eutrophieren, niemals man selber.

Braun & Zsindely, 1985

Dies hat zur Folge, dass in der globalen Welt es immer schwieriger wird alle Arbeiten und Ideen zu einer spezifischen wissenschaftlichen Fragestellungen zu finden. Dies kann zu Wiederholungen der Arbeit zur ein und der selben Fragestellung führen. Das Internet mit seiner vernetzten, grenzenlosen Struktur könnte hierbei helfen, das wissenschaftliche Arbeiten effizienter zu gestalten und Erfahrungen weltweit auszutauschen: Weiter gedacht könnte es sogar neue Formen des wissenschaftlichen Zusammenarbeiten ermöglichen.

Die genannten Vorteile von Open Science sind
a) Ermöglichen von kollaborativem und interdisziplinärem Arbeiten
b) Verringerung von Wiederholungen von wissenschaftlichen Tätigkeiten durch Offenlegung der Arbeit
c) Crowdsourcing bei Problemstellungen

Ein Problem bei Open Data ist, dass die Entpersonifizierung der Daten bei großen Datensammlungen sehr aufwendig sein kann. Genau so die manchmal immens großen Datenmengen, wie zum Beispiel bei Umfragen oder Luftbildaufnahmen. Des weiteren ist der Druck auf das Veröffentlichen von Papers ein Problem, der mit dem Mehraufwand der Offenlegung aller Quellen in Konkurrenz steht.

Die Session war ein guter Einblick in die aktuelle Situation von Wissenschaft und Wissensmanagement und wie die noch relativ junge Open Science Bewegung darin steht.

Herzlichen Dank an Peter Kraker und dem Forum Wissensmanagement Graz für das Abhalten der Veranstaltung. Solche Plattformen sind immer wieder zentrale Inspirations-Punkte und meiner Meinung nach essentiell für eine vernetze, zukunftsfähige Gesellschaft im Rahmen der neuen Technologien. Freue mich schon auf das nächste BarCamp Graz, hoffentlich wieder mit vielen Sessions zum Open Movement!

Dokumentation

Video 1: Zu Beginn Vorstellung des BarCamp, ab 6:50 Wissensmanagement in der Wissenschaft und ab 15:50 kommt der Open Science Teil.

Video 2: kleine Frage aus dem Publikum mitsamt Antwort.

Mindmap @ Mindmeister zu Open Science und “Technologie-unterstütztes Lernen” (Technology Enhanced Learning).

Links

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