Open Science Präsentation am Open Commons Kongress 2013

Die Präsentation über Open Science am Open Commons Kongress in Linz ist nun online – Video und Folien mitsamt Rohmaterialen und Dokumentation.

Am 14. Mai 2013 habe ich beim Open Commons Kongress in Linz einen Vortrag über die Idee hinter Open Science halten dürfen und dabei versucht den aktuellen Status ein bisschen einzufangen. Hoffe mir ist das einigermaßen gut gelungen und freue mich sehr über jede Form von Feedback. Habe ziemlich viel Zeit in die Ausarbeitung, Aufbereitung und Recherche aufgewendet und würde mich freuen, wenn sich die Idee durch Kritik weiter entwickelt, da mir klar ist, dass dies erst ein erster Versuch sein kann Open Science zu fassen.

Die Folien sowie Rohmaterialien und Dokumentation dazu sind online in einem eigenen GitHub Repository zu finden und unter der freien Creative Commons BY-SA Lizenz zum Nutzen, Verändern und Weitergeben zur Verfügung gestellt. Die Folien selber sind hier direkt zum Runterladen (Download PDF).

Es sei noch auf die Sammlung an Quellen und Inhalten hingewiesen, in denen ich Wissen rund um Open Science, das für Präsentationen geeignet ist, gesammelt. Um die Inhalte an die internationale Open Science Community weiter geben zu können, suchen wir noch wen, der die Folien und die Dokumentation ins Englische übersetzt und beim Ordnen der Doku mithilft. Bei Interesse bitte retour melden oder gleich auf GitHub damit beginnen.

Danke an dorfTV für das Video und den Open Commons Kongress Linz für die Einladung.

Video (von dorfTV aufegenommen)

Folien (Download PDF)

Open Science Jugendforschungsprojekt sucht TeilnehmerInnen

Für die Internet-Jugendstudie ToleranzOnline werden noch TeilnehmerInnen aus Österreich gesucht. Be Part of the Change!

Simon Schnetzer vom Ikosom sucht für zwei wissenschaftliche Umfragen, welche nach dem Open Science Prinzip durchgeführt werden, noch TeilnehmerInnen. Auf dem Institut für Kommunikation und soziale Medien wird schon länger Open Science erforscht und betrieben, somit sicher interessant bei deren Aktivitäten etwas dran zu bleiben.

ToleranzOnline

“Die Themen Meinungsfreiheit und Toleranz im Internet betreffen uns alle, aber junge Menschen ganz besonders. Das Internet ist ein selbstverständlicher Teil unserer Lebenswelt.” – so auf ToleranzOnline. Das Ikosom ruft euch auf an der Studie mitzumachen und euch mithilfe der Erkenntnisse für mehr Meinungsfreiheit und Toleranz im Netz einzusetzen. Hier werden auch ÖsterreicherInnen gebraucht.

Hier geht’s gleich direkt zur Umfrage.

Junge Deutsche

Junge Deutsche“ ist eine partizipative Studie über die Lebensrealitäten 14-34-Jähriger junger Menschen in Deutschland und wird ebenfalls in dem Open Science Prinzip umgesetzt. Besonders spannend daran ist, dass Simon mit dem Rad durch ganz Deutschland tourt um die Jugendlichen zu Interviewen und dieses Projekt via Crowdfunding auf ScienceStarter finanziert wurde. Diese Studie wendet sich aber nur an Menschen die in Deutschland leben.

Hier geht’s zur Umfrage.

Sind tolle, innovative Projekte zwischen Citizen Science und traditioneller Wissenschaft mit einem transdisziplinären, offenen Ansatz. Also, mitmachen und weitersagen!

Das Spiel mit der Furcht

In diesem Text möchte ich die Heuristik der Furcht mit dem Internet auf die Prüfung stellen und einige Gedanken dazu weiter geben.
Die Heuristik der Furcht geht davon aus, dass der Mensch die Furcht benötigt um das wahre Menschenbild zu erfahren – und somit weitergedacht was schützenswert ist. Dabei gibt es für mich mehrere zu diskutierende Annahmen.

1) Die Reduktion der emotionalen, empathischen Wahrnehmung auf die Furcht:

Dies ist eine negative Logik und zieht die Trennung in der Kausalität dort wo uns der Verlust jener bewusst wird. Um etwas zu Verlieren muss es aber schon existent sein. Wie wird also die Wirkkraft des Schaffenden erklärt, welche auch enorm war, ist und sein wird? Weiters geht der Mensch auch erhebliche Risiken für positive Gefühle wie Freude und Liebe ein und entwickelt dadurch ebenfalls seine Wirkkraft.

2) Fehlverhalten im Einschätzen von Risiken:

Geringe Risiken werden im Allgemeinen überschätzt, hohe Risiken hingegen unterschätzt. (Zweifel/Eisen, 2003, S. 40.) Dies ist ein Fehler in unserer Wahrnehmung und Verarbeitung jener, welche uns aber das Genießen des Lebens ermöglicht. Somit eine weitere Grenze der Prognosefähigkeit und des Diskurses, welche bedacht werden muss.

3) Das politische Spiel mit der Furcht

Als dritten Punkt ein Sonderfall der Einschätzung von Furcht, jener von den MachtinhaberInnen. Hier vorhandene Eigeninteressen jener entfalten nämlich eine viel breitere Wirkmacht als jene von Individuen. Dazu ein kleines Gedankenexperiment: Hätten die MachtinhaberInnen das Internet in der aktuellen Ausprägung zugelassen, wenn sie gewusst hätten, wie sich das Internet entwickeln wird? Eine Fragestellung, welche die Verantwortungsethik von Jonas mit dem aktuellen politischen System stark heraus fordert. Bei der Frage um Macht in den modernen Gesellschaften geht es oftmals darum die Möglichkeiten des Diskurses zu beeinflussen und bestimmen. Welche Angst ist gerade relevant? Was ist gegen das Angst erzeugende tun?

4) Die sozialen Prozesse der Furcht:

Furcht funktioniert zumeist auf emotionaler und nicht auf sachlicher Ebene. Somit ist eine Fokussierung auf die Furcht mit aufklärerischen Perspektive mit großen Bedenken verbunden. Ein weiterer negativer Effekt ist, dass eine Heuristik der Furcht sich die ganze Zeit auf Angst fokussiert und somit zu einer Konstruktion und Reproduktion von jener führt. Und nicht zuletzt sein angeführt, dass die Prognose, ob uns das Internet hilft oder unsere Existenz bedroht, auch heute, wie zu Zeiten der Gründung, nicht beantwortbar ist.

Persönliche Meinung

Für mich ist im Sinne der kantianischen Ethik das Individuum im Jetzt im Zentrum, das sowohl Vergangenheit wie auch Zukunft in sich birgt. Somit sind gelebte Werte als notwendiger Rahmen einer Gesellschaft, welche mit komplexen Fragestellungen und einer enormen Wirkkraft konfrontiert ist, der zentrale Ansatzpunkt. Jede Aktion welche auf uns zurück wirkt hat immer auch eine Interpretation auf Seiten des Rezipienten und die Wahl des Umgangs mit der Information zur Folge. Dort sollte man als erstes Ansetzen. Diese darf aber nicht die Zukunft für das Jetzt opfern, wie Jonas immer wieder betont, was die Begründung der Zeit und Raum umfassenden Verantwortungsethik darstellt.
Mir gefällt im Zuge der Verantwortungsethik der Begriff Demut besser als Furcht, da mir Furcht zu irrational, zu pathetisch besetzt und daher für den Diskurs nicht gut geeignet scheint.

Aufgabe

Eine Seite zu den Seiten 61-69 aus dem Buch „Das Prinzip Verantwortung“ von Hans Jonas oder zu den letzten beiden VO Einheiten verfassen. Themenwahl steht frei.

Open Revue zur re:publica

Eine kleine Sammlung an Videos von der re:publica 2013 in Berlin aus Sicht der Openness.

Vom 6. bis 8. Mai fand in Berlin wieder die re:publica statt. Auch dieses Jahr gab es wieder ein sehr umfangreiches Programm auf mehreren Bühnen im Bereich von Internet, Netzpolitik, Social Media und natürlich auch Openness. Hier eine kleine Sammlung der Sessions rund um Openness, welche im Internet als Videos zur Verfügung stehen.

Einen Timetable mit allen Sessions und den dazugehörigen Videos hat freundlicherweise Michael Kreil erstellt und ist hier einsehbar.

Open Data

Open Data – und was hat das mit mir zu tun?

Julia Kloiber, Stefan Wehrmeyer

openPlanB – Stufe 2

Michael Kreil

Opening Public Transport in Berlin

Wolfgang Both, Julia Kloiber, Alexander Pilz, Yan Minagawa

Wikipedia: wo User geblockt, Artikel gelöscht und Reputationen zerstört werden

Anja Ebersbach, Pavel Richter, Dirk Franke

Open Data & Culture – Creating the Cultural Commons

Joris Pekel, Daniel Dietrich

Open Science

Crowdsourced Astronomy

Carolina Ödman-Govender

How radical are Open Access and the Digital Humanities?

Mercedes Bunz, Nishant Shah, David Berry, Cornelius Puschmann

Faszination Grundlagenforschung — Das Higgs, Big Data und die Teilchenphysik

Kerstin Tackmann, Christoph Wissing, Kerstin Borras, Henning Krause

IN, SIDE, OUT of SCIENCE

Solveig Wehking, Lars Fischer, Anders Levermann, Ruth Schöllhammer

Hell Yeah, it’s Rocket Science! – pushing private space exploration with 30 Million US Dollars

Karsten Becker, Robert Böhme

Open Innovation

New Open Cities Challenge: Managing large tourism flows

Carles Ferreiro

The Open Innovation Ecosystem

Esteve Almirall

Viertes Open Science Arbeitsgruppen-Treffen in Linz

Die Open Science Arbeitsgruppe der Open Knowledge Foundation Österreich kommt am 14. Mai zur Open Week Linz und lädt zum Talk über die Öffnung der Wissenschaft ein.

Wie beim zweiten Treffen beschlossen, ist geplant die nächsten Treffen quer durch Österreich zu machen. Somit geht es dieses Mal nach Linz, wo am Abend nach dem Open Commons Congress das vierte Treffen der Open Science Arbeitsgruppe der OKFN zum Come Together einlädt.

Zu diesem lockeren Kennenlernen sind alle die an der Öffnung von Wissenschaft interessiert oder beteiligt sind herzlich eingeladen. Ins besondere wendet sich das Treffen an StudentInnen, (Hobby)-ForscherInnen, Forschungs-Institute, Citizen Scientists und sonstige interessierte Personen.

Zu Beginn werden kurz der Gedanke hinter Open Science und die Aktivitäten der OKFN Arbeitsgruppe erwähnt, bevor es in eine offene Runde mit Fragen, Ideen, Vorschlägen und weiteren Aktivitäten übergeht. Die Agenda wird gemeinsam in einem OKFNPad erstellt.

Für alle die schon unter Tags in Linz sind: Ich (Stefan Kasberger) werde am Open Commons Kongress eine Session zu Open Science halten. Beginn ist 14:30, Dauer eine Stunde. Werde ein bisschen über die Vorteile von und und den aktuellen Status zu Open Science sprechen und für Fragen zur Verfügung stehen.

Wer sich für die Open Science Arbeitsgruppe interessiert sollte in jedem Fall die Mailingliste abonnieren und der Gruppe auf Twitter (@scienceOKFNat) folgen.

Datum: 14. Mai 2013 ab 18h
Ort: Wissensturm Linz

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Wissensturm Linz

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Wissensturm Linz 48.290818, 14.288190 Wissensturm Linz